Maulwurf fangen

Der Maulwurf im eigenen Garten ist für fast jeden Gartenbesitzer ein Graus. Eigentlich sollte er sich darüber freuen, dass er einen kleinen unterirdischen Maulwurf beheimaten darf. Denn dieser bescheinigt ihm, dass in seinem Garten nur gesunde Erde zu finden ist, in der sich viel Nahrung, also kleinste Lebewesen für den Maulwurf verbergen.

Maulwürfe reduzieren SchneckenbefallEin Helfer gegen Schädlinge

Noch dazu hilft der Maulwurf aktiv und auf natürliche Weise bei der Schädlingsbekämpfung. Denn auf seinem Speiseplan stehen allerlei Schädlinge für den Garten, wie etwa Schnecken, Engerlinge, Schnakenlarven und viele weitere. So kann der Maulwurf den Garten auch von diesen Tieren freihalten, deren liebste Beschäftigung es ist, die Pflanzen und Wurzeln im Garten anzuknabbern.

Dennoch reagieren viele Gartenbesitzer eher ungehalten auf den ungebetenen Gast. Denn Maulwürfe werfen Erde zu Haufen auf, die auf dem gepflegten Rasen alles andere als ansehnlich sind. Dann versuchen viele Gartenbesitzer, den Maulwurf zu fangen. Doch genau dies ist verboten, denn der Maulwurf als Tier steht unter Naturschutz.

  • Lediglich Lebendfallen dürfen aufgestellt werden, allerdings nur unter der Bedingung, dass die kleinen unterirdischen Buddler anschließend ausgesetzt werden.

  • Erlaubt ist es auch, einen Maulwurf zu fangen, sollte dieser andernfalls von Hund oder Katze getötet werden.

Nach dem Fangen ist es erforderlich, den Maulwurf möglichst weit entfernt vom eigenen Grundstück auszusetzen, um so dafür zu sorgen, dass er nicht zurückkehrt. In einem Radius von 2.000 Quadratmetern erstreckt sich das Revier des Maulwurfs. Das zeigt deutlich, wie wichtig es ist, den Maulwurf möglichst weit entfernt auf einer Wiese oder einem Feld auszusetzen, um ihn wirklich loszuwerden.

Alternativen zum Maulwurf fangen

Da das Fangen des Maulwurfs an sich Holunderbeerjauche kann Maulwürfe vertreibennicht erlaubt ist, sondern sogar eine Straftat darstellt, sollte man auch nach Alternativen suchen, um sich des Maulwurfs zu entledigen. So können Mischungen aus Buttermilch, Knoblauchöl oder vergorener Molke in die Gräben der Maulwürfe geschüttet werden.

Diese Mixturen verbreiten einen unangenehmen Geruch, der den Maulwurf über kurz oder lang vergrämen wird. Denn er hat eine sehr feine Nase und reagiert äußerst negativ auf Gerüche, die ihm zuwider sind. Dennoch schaden diese Mixturen dem Maulwurf nicht und man verstößt somit auch nicht gegen das Gesetz.

Darüber hinaus kann aber auch das Gehör des Maulwurfs angesprochen werden, welches ebenfalls sehr gut ausgeprägt ist:

  • Wird etwa mit tobenden Kindern Lärm verursacht, so überträgt sich dieser auch in den Lebensraum des Maulwurfs und kann ihn schnell vergrämen.

  • Eisenstangen, die am besten direkt in die aufgeworfenen Hügel gerammt werden und gegen die in unregelmäßigen Abständen geschlagen wird, verursachen Töne und Vibrationen, die sich ins Erdreich übertragen.

Dieser Lärm macht dem Maulwurf zu schaffen und er wird schnell von selbst verschwinden.