Maulwurfbaby gefunden & aufziehen

Wird ein Maulwurfbaby gefunden, dann stellt sich oft die Frage, wie man damit umgehen soll. Für alle Gärtner sind Maulwürfe zwar grundsätzlich ein eher unangenehmes Thema, dennoch wird es wohl niemand übers Herz bringen, ein Maulwurfbaby einfach sich selbst zu überlassen.

Ein Maulwurf auf seinem HügelUnter Naturschutz

Dafür sind die Kleinen erst einmal viel zu niedlich und zweitens ist es auch so, dass Maulwürfe unter Naturschutz stehen, man also regelrecht verpflichtet ist, sich um ein gefundenes Maulwurfbaby zu kümmern.

Wer sich selbst mit der Aufzucht nicht auskennt, sollte diese lieber den Profis überlassen. Meist sind im örtlichen Tierheim oder beim Tierarzt fachkundige Stellen für die Aufzucht und Pflege der Maulwurfbabys zu finden. Sie stehen auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn man die Aufzucht selbst durchführen will.

Ein Maulwurfbaby versorgen

Dabei muss man jedoch beachten, dass gerade Maulwurfbabys sehr empfindlich gegenüber Stress sind. Man sollte sie deshalb unbedingt in einen Karton mit etwas Erde setzen. Der Geruch der Erde ist dem Maulwurfbaby vertraut, so dass es sich einfacher eingewöhnt. Wärme ist ebenfalls notwendig für das Maulwurfbaby, bevor es nicht ausreichend aufgewärmt ist, braucht man es nicht füttern wollen.

  • Aufgrund des extrem schnellen Stoffwechsels der Maulwürfe ist es zudem von größter Bedeutung, dass die erste Fütterung sowie die Versorgung mit Flüssigkeit sehr zügig stattfinden!
  • Schon wenige Stunden ohne Wasser und Nahrung können zum Tod des Maulwurfbabys führen.

Zunächst ist die Flüssigkeitszufuhr von Bedeutung, will man ein Maulwurfbaby aufziehen. Denn ohne ausreichend Flüssigkeit kann es keine feste Nahrung verdauen. Als Flüssigkeit eignen sich Fencheltee, Katzenaufzuchtmilch oder Hundewelpenmilch besonders gut.

Mit Hilfe von Pipetten oder Einwegspritzen ohne Nadeln lässt sich die Flüssigkeit dem Maulwurfbaby am besten einflößen, denn ein freiwilliges Trinken ist nur selten zu sehen.