Natürliche Maulwurfbekämpfung

Der Maulwurf ist einer der Nützlinge für jeden Garten, wird aber dennoch oft als Schädling angesehen. Grund dafür sind die vielen Erdhügel, die die kleinen schwarzen Tierchen auf dem Rasen hinterlassen. Hobbygärtner verzweifeln oftmals, wenn sie jeden Morgen einen neuen Erdhaufen auf dem ansonsten einwandfrei gepflegten Rasen finden.

Spaten sind kein Mittel zur Maulwurfbekämpfung Gewalt ist tabu

Die Wut und der Hass auf den Maulwurf werden dann immer größer. Vielfach versuchen die Hobbygärtner der Plage Herr zu werden, indem sie zu rabiaten Methoden greifen. Mit dem Spaten soll der Maulwurf erschlagen, mit Lebendfallen gefangen oder gar getötet werden.

Dass man mit diesen Mitteln nicht weiter kommt, da die Maulwürfe viel zu flink sind, um sie so ohne Weiteres fassen zu können, diese Erfahrung haben aber ebenfalls die meisten Hobbygärtner schon einmal gemacht.

Der Maulwurf als Nützling

Noch dazu ist das Erschlagen oder Töten der Maulwürfe verboten. Denn der Maulwurf steht unter Schutz. Eigentlich könnten sich die Gartenbesitzer glücklich schätzen, wenn Maulwürfe ihren Garten besuchen, denn dann haben sie bei der Anlage des Gartens alles richtig gemacht:

  • 1. Maulwürfe wollen nämlich nur Gärten besiedeln, in deren Böden reges Leben herrscht. Sie ernähren sich dabei von Schnecken, Regenwürmern und anderen kleinen Tierchen, die gerne die Pflanzen im Garten fressen.


  • 2. Vor Wurzeln machen sie allerdings Halt, da Maulwürfe keine Pflanzenfresser sind. Aus dieser Ernährungsweise ergibt sich auch die Einstufung des Maulwurfs als Nützling sowie dessen Einstufung als schützenswerte Art.

Wie die natürliche Maulwurfbekämpfung im Garten glückt

Anhand dieser einfachen Beispiele erklärt sich, dass Maulwürfe nur auf natürliche Art und Weise vertrieben werden sollten. Hierbei kommen zwei wichtige Voraussetzungen zum Tragen: Das Gehör und der Geruchssinn der Maulwürfe.

Maulwürfe können nichts sehen, umso besser sind ihre anderen Sinnesorgane ausgeprägt. Aus diesem Grund kann man die hochsensiblen Tierchen hier ansetzend am besten aus dem eigenen Garten vertreiben.

Natürliche Bekämpfung mit LärmHundehaltung beugt Maulwürfen vor

Natürliche Maulwurfbekämpfung im Garten wird besonders gut mit Lärm möglich. Am besten lässt man einige Tage lang ein paar Kinder im eigenen Garten spielen und toben.

Durch die viele Bewegung auf dem Rasen kommt es zu Erschütterungen, die sich ins Erdreich übertragen. Das wird für den sensiblen Maulwurf sehr unangenehm, so dass er von selbst das Weite suchen wird.

Alternativ kann auch ein großer Hund helfen, der im Garten viel Zeit verbringt. Hier tritt das Maulwurfproblem oft gar nicht erst auf. Im Handel gibt es zusätzlich einige Geräte, die Schall- und Vibrationswellen in regelmäßigen Abständen aussenden.

Sie werden mit Batterien betrieben. Allerdings gewöhnen sich die Maulwürfe recht schnell an die regelmäßigen Geräusche, so dass diese Geräte weniger empfehlenswert sind.

Besser eignen sich halb im Erdreich eingegrabene Flaschen. Bei dem Pfeifen des Windes an deren Öffnung entstehen ebenfalls Geräusche, die sich ins Erdreich übertragen und den Maulwurf vergraulen. Gleiches gilt für in den Boden gerammte Eisenstangen, an die geschlagen wird. Wichtig ist, dass Geräusche unregelmäßig ertönen, so dass keine Gewöhnung stattfinden kann.

Natürliche Maulwurfbekämpfung mit Gerüchen

Ebenfalls kann man eine natürliche Maulwurfbekämpfung im Garten mit Gerüchen erzielen:

  • Verdorbene Molke,
  • Milch,
  • Buttermilch
  • oder Holunderbeerjauche ...

... sollen Gerüche hervorrufen, die den Maulwürfen zuwider sind und die sie schnell vertreiben können. Allerdings kommt es bei Gerüchen schnell zu einer nachlassenden Wirkung, insbesondere nach dem ersten Regenschauer. Sie sind also nur bedingt zu empfehlen.